Silke Ochmann am Fischmarkt in Stade

Silke Ochmann

Bild: Silke Ochmann

Silke Ochmann (60), Chemikerin

Wie ich nach Stade kam?

Schon als Landkind (geboren in Ebersdorf) ließ ich mich gerne von Oma und Opa in Stade verwöhnen, verbrachte viel Zeit bei Ihnen. Als Jugendliche und junge Erwachsene zog ich die Oldenburger Stadtluft aber ganz klar vor.

Oldenburg gefiel mir so gut, dass ich nicht mal zum Studium weggezogen bin – echte Großstadterfahrung fehlt mir daher leider. Tja, und dann geschah mitten im Leben das Unerwartete: private Gründe verschlugen mich quasi „über Bande“ ausgerechnet nach Stade!

Eine Art Neustart

Nach anfänglichen Anpassungsschwierigkeiten bin ich im Laufe der letzten 25 Jahre dann doch heimisch geworden in Stade, habe auch beruflich Wurzeln geschlagen. Gar nicht mal als Chemikerin, sondern eher als Umweltingenieurin mit besonderem Interesse für den Gewässerschutz.

Recht spät, nämlich erst vor 6, 7 Jahren schien mir dann die Zeit für ein gesellschaftlichen Engagement gekommen. Erst schloss ich mich der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen an, dann der SPD. Und ich wurde Kreistagsabgeordnete.

Was mich bewegt

Beruflich beschäftigen mich naturwissenschaftlich-technische Belange, aber in meiner Freizeit denke ich gerne auch mal über philosophische Fragen nach. Und politisch sind mir soziale Gerechtigkeit und ein sorgsamer Umgang mit der Ökosphäre wichtig. Stichwort Daseinsvorsorge. Jeder Mensch muss sich eine Wohnung und die Dinge des täglichen Bedarfs leisten können, Zugang zu Bildung und ärztlicher Versorgung haben.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie darf nicht länger ein Problem sein, dass die Frauen irgendwie alleine bewältigen müssen. Umwelt- und Klimaschutz sehe ich als eine globale Aufgabe an, die aber eben auch vor meiner Haustür stattfinden muss – und nicht bloß irgendwo anders. Mein großer Wunsch im Kleinen: ein fahrradfreundliches Stade!

Es geht ums Mitmachen

Kommunalpolitik ist ein zähes Geschäft, Demokratie strengt an – das habe ich in den letzten fünf Jahren im Kreistag gelernt. Aber die politische Mitwirkung bringt auch so viele aufschlussreiche Einblicke in unser Gemeinwesen mit sich! Und deshalb möchte ich nach der Arbeit im Kreistag gerne auch mal die im Stadtrat kennenlernen.

Demokratie heißt doch: jede:r kann mitmachen! Machen auch Sie mit! Bilden Sie sich eine Meinung, sprechen Sie Ihre Ratsleute an, nehmen Sie an den öffentlichen Ratssitzungen teil, gehen Sie zur Wahl!

 

Silke im Entweder-Oder?! Interview

  • Theater oder Kino?

Theater!! Wenn bloß die Fahrt nach Hamburg nicht so lästig wäre, immer ist auf dem Rückweg irgendwas mit der S-Bahn.

  • Fahrrad oder Auto?

Was für eine Frage, in Stade braucht man eigentlich kaum mal ein Auto, mit dem Fahrrad ist alles gut zu erreichen und für Großeinkäufe kann man ja nun kostenlos ein Lastenrad ausleihen!

  • Stand-Up-Paddeling oder BBQ-Donut?

Ach, wäre ich doch nicht so wasserscheu. Wie gerne würde ich das Stehpaddeln lernen!

  • Fischmarkt oder Stader Hafen?

Zur Zeit ziehe ich den Fischmarkt vor – ich wünschte mir aber ein Aufwertung des Stadthafens, als Parkplatz ist er wirklich zu schade.

  • Hund oder Katze?

Oh Gott, bloß kein Haustier, ich habe ja nicht mal Zimmerpflanzen.

  • Krimi oder Kulturmagazin?

[ich gestehe: ich benutze noch das lineare Fernsehen, kein Netflix und so]. Klar gibt es auch mal gute Krimis, aber Kulturmagazine bringen mir mehr; gerade im letzten Jahr. Man kann ja nirgends selbst hingehen, bekommt nichts mehr mit außer den eigenen 4 Wänden.