Kai Holm, Porträt, SPD Stade

Kai Holm, Ratsmitglied

Bild: Kai Holm

„Wer nicht kämpft, hat schon verloren“

sagte Ursula Stapelfeld anno 1997 zu mir. Sie war Fraktionsvorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, ich seit einem Jahr frisch gewählter Personalratsvorsitzender des Stader Krankenhauses. Seinerzeit wehrten wir uns gemeinsam gegen Bestrebungen, das Städtische Krankenhaus zu privatisieren.

Wir haben gekämpft und hatten Erfolg.

 

Ich trat dann in die SPD ein, wurde 2001 in den Stadtrat gewählt und war zudem von 2001 bis 2002 Ortsvereinvorsitzender. Im Rat übernahm ich nach Uschi’s viel zu frühem Tod den Vorsitz im Sozialausschuss sowie ihren Sitz im Verwaltungsausschuss. Später folgten fünf Jahre als stellvertretender Bürgermeister, ab 2011 bis heute das Amt des Fraktionsvorsitzenden. Aktuell bestehen Mitgliedschaften im Finanz- und im Verwaltungsausschuss. Seit 2016 kommt ein Mandat als Kreistagsabgeordneter mit Entsendung in den Jugendhilfeausschuss dazu.

Was sonst so in meinem Leben eine Rolle spielt: Beruflich ursprünglich Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin, ist meine Tätigkeit seit 1996 ausschließlich die eines freigestellten Personalrats- bzw. Betriebsratsvorsitzenden am Elbe Klinikum Stade, seit 2001 auch in Funktion des Gesamtbetriebsratsvorsitzenden der Elbe Kliniken Stade-Buxtehude. Ehrenamtliche Richtertätigkeit am Landesarbeitsgericht Hannover, Mitgliedschaft in Verdi, Mitwirkung im Aufsichtsrat der Elbekliniken sowie in Sparkassen-Verwaltungsräten wären des Weiteren zu nennen.

Das eigene Selbstverständnis: Wir machen allesamt ehrenamtliche Kommunalpolitik, also Nachbarschaftspolitik im besten Sinne und opfern dafür einen Großteil unserer Freizeit. Eben deshalb bin ich überzeugt, dass es auch Spaß machen muss, für unsere schöne Hansestadt Stade etwas zu bewegen. Zuhören – Abwägen – Handeln ist mein Motto dabei. Der Wettbewerb um die besten Ideen treibt mich um, nicht aber die Diskreditierung der politischen Mitbewerber. Laute Töne überlasse ich gerne anderen, welche Schlagzeilen machen möchten – meine Sache ist dies nicht.

An Kommunalpolitik herangetragene Erwartungshaltungen sind so vielfältig wie das Leben selbst, oftmals bestimmt von den jeweils persönlichen Interessenlagen der jeweiligen Protagonisten. Dass Diskussionen zunehmend verbissener ablaufen, auch Standpunkte oft unverrückbar sind und letztlich Kompromisse selten gewollt werden, stellt immer mehr eine Herausforderung an Motivation und eigene Kraft dar. Mit einer kompetenten Fraktion im Rücken sowie engagierten Mitgliedern vor Ort gelingt es glücklicherweise immer wieder, erfolgreich kommunalpolitische Themen umzusetzen. Und so soll es weitergehen, ohne dabei meine liebe Frau, Familie, Enkelkinder, Hobbys und weitere schöne Dinge im Leben zu vernachlässigen. Nicht nachtrauern, wer die Körner aus der Sanduhr nahm – lieber Leben leben.