Christian Häckl im Park auf der Museumsinsel in Stade, im Hintergrund eine weiße Brücke über den Burggraben

Christian Häckl

Kandidat für den Rat der Hansestadt Stade

Wahlkreis III - Listenplatz 5

0151 53228861
Bild: Susanna Brunkhorst

1981 in Erfurt geboren, habe ich in Koblenz, Wiesbaden und Hamburg gelebt, bevor ich mich 2016 in Stade "niedergelassen" habe. Meine 15 Jahre Berufserfahrung in der Digitalvermarktung von Europas führenden Digitalverlag möchte ich gern für eine bessere Politik einsetzen. Eine bessere Politik mit digitaler Kompetenz.

Von der Erfurter Puffbohne zum Fischkopp

Meine Wurzeln liegen in der Mitte Deutschlands: Erfurt. Wer kennt sie nicht, die Erfurter Puffbohne? Nach dem Abitur habe ich meinen Zivildienst in einem Alten- und Pflegeheim absolviert. Nach dem Studium der Medienwirtschaft in Wiesbaden, bin ich 2005 für ein Praxissemester und meine Diplom-Arbeit nach Hamburg gezogen.

Bis zu meinem Einstieg in der Digitalvermarktung bei Gruner+Jahr (u.a. stern, Brigitte, GEO), habe ich während meines Studiums fünf Jahre im Einzelhandel bei Hennes & Mauritz (H&M) gearbeitet. Inzwischen arbeite ich schon mehrere Jahre bei Axel Springer als Manager im Business Development & Brand Partnerships für die Marken AUTO BILD und COMPUTER BILD in Hamburg.

Seit 2016 lebe ich mit meiner Familie (verheiratet, 2 Töchter) in Stade Riensförde und erlebe täglich das „Abenteuer Pendeln“ von Stade nach Hamburg.

Learning-by-Doing: Digitalisierung

Ende der 90er wurden Computer mit dem ALDI-PC erschwinglich und das World Wide Web mit AOL und Boris Becker als Testimonial („Ich bin drin“) massentauglich, bis das Platzen der Dotcom-Blase bei vielen für Ernüchterung sorgte.

Während meines Studiums war Digitalisierung nicht relevant. Google, Amazon und Facebook waren kaum bekannt und kleine Start-Ups. Medienkonzerne verdienten ihr Geld durch TV-Spots und Print-Anzeigen. Mein digitales Know-How habe ich mir sprichwörtlich in 15 Jahren Berufsalltag erarbeitet: Learning-by-Doing.

Das heißt auch: Aufmerksam sein, Zuhören und immer wieder Neues lernen.

Politik muss Digitalisierung verstehen, erklären und vorleben

Alles was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert. Digitale Kompetenz wird für uns alle die Minimalanforderung sein, um in Bezug auf Arbeit, Beschäftigungsfähigkeit, Lernen, Freizeit und gesellschaftliche Teilhabe in Zukunft bestehen zu können.  

Demgegenüber sind noch immer über 8 Millionen Menschen in Deutschland offline und gehören zur Gruppe der „Digital Abseitsstehenden“ (D21-Digital-Index 2020/2021), vor allem Ältere und Menschen mit geringerer Bildung.

Das muss sich ändern! Statt Menschen mit Unsicherheit und Ängsten in Bezug auf Digitalisierung allein zu lassen, brauchen wir Kompetenz in der Politik – statt Politiker:innen, die das Internet als „Neuland“ bezeichnen. Politik, die Digitalisierung versteht, erklärt und vorlebt.

Digitale Kompetenz im Stadtrat

Digitalisierung ist für alle eine große Herausforderung. Manchmal fehlt es schlicht an technischen Möglichkeiten, oft wird der persönliche Nutzen nicht gesehen oder die Menschen haben begründet oder vielleicht auch unbegründet Angst.

Ich möchte meine digitale Kompetenz im Stader Rat einbringen und mit den Menschen darüber sprechen, Ängste abbauen. Das ist der erste Schritt für mehr Chancengleichheit, Teilhabe und eine gute digitale Zukunft – für alle Menschen. Sozial heißt digital.

 

Christian Häckl: Digitalisierung heißt Neues lernen, Dinge anders machen, Ängsten begegnen. Dafür brauchen wir Politik, die Digitalisierung versteht.
Christian Häckl Bild: Susanna Brunkhorst

Mein Plan: Stader Bücherei als Gemeindehaus 2.0

Ich werde mich für die Förderung und Stärkung der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften für (digitalen) Unterricht und Medienkompetenz sowie die Umsetzung des Digitalpakts (u.a. Bereitstellung von Geräten für alle Schüler:innen) einsetzen. Stade wird Vorreiter für echte digitale Schule.

Außerdem möchte ich die Stader Stadtbücherei und die Volkshochschule Stade zu Zentren digitaler Bildung für alle Bürger:innen weiterentwickeln – kostengünstig, barrierefrei und inklusiv.

Zusätzlich sollen flexibel nutzbare (Bildungs-)Räume in der Stader Innenstadt als „Gemeindehaus 2.0“ geschaffen werden: Zum Arbeiten, Lernen oder nur Verweilen.

  • Das neue Nutzungskonzept belebt die Stader Innenstadt und sorgt für Publikumsverkehr.
  • Die (Bildungs-)Räume können für generationenübergreifendes Arbeiten und Lernen genutzt werden. Sie bieten die Möglichkeit für außerschulische Bildung und können um Sport, Kultur und Jugendarbeit erweitert werden.
  • Das Gemeindehaus 2.0 hilft gegen die Einsamkeit älterer Menschen und ermöglicht echte gesellschaftliche Teilhabe.

Das Große im Kleinen umsetzen

  • Digitalisierung als Chance begreifen und in allen Lebensbereichen konsequent nutzen
  • Stärkung der Kinderrechte: Ja, Kinderrechte müssen ins Grundgesetz!
  • Das Wiederbeleben der europäischen Idee, Rückbesinnung auf die europäischen Werte und die Vision der Vereinigten Staaten von Europa.
  • Förderung der gesellschaftlichen Vielfalt und Überwindung alter Stereotypen – gegen Nationalisten und Rechtsextremisten.
  • Nachhaltiger Klimaschutz als Gemeinschaftsprojekt aller Generationen

Christian im Entweder-Oder?! Interview

  • Telefonieren oder Videokonferenz?

Ich habe Videokonferenzen gehasst. Dann kam Corona und mein Arbeitsplatz von von Freitag auf Montag ins Home Office verlegt. Inzwischen habe ich kein Festnetztelefon im Büro, mit Kolleg:innen und Kund:innen läuft alles über Microsoft Teams, Zoom, Google Hangout. Videokonferenzen sind das neue Normal. Mein Diensthandy klingelt einmal im Quartal – und dann muss ich es suchen.

  • Altes Land oder Rüstjer Forst?

Da bin ich wohl typisch deutsch: Ich liebe den Geruch im Wald, große Bäume und lange Spaziergänge auf dem weichen Waldboden. Vielleicht liegt es auch an meinen Thüringer Wurzeln. Trotzdem habe ich mich irgendwann für den Norden entschieden, der Geruch von Meer riecht doch noch etwas mehr nach Freiheit.

  • Apple oder Nokia?

Ganz klar Nokia, aktuell das Nokia 9! Mein erstes Mobiltelefon war 1999 das legendäre Nokia 3210, zwischendurch gab es mal ein champagnerfarbenes Nokia 6310. Derzeit nutze ich auch ein Nokia E50 – noch, denn in Kürze wird das 3G-Netz abgeschaltet.

  • Tiedenkieker oder Moorexpress?

Tiedenkieker und Moorexpress sind beide auf meiner „Will-ich-unbedingt-machen“-Liste. Leider kam bisher immer etwas dazwischen … oder ich habe zu spät daran gedacht und es gab keine freien Plätze mehr. Da gibt es inzwischen einige Dinge, die ich aufgeschoben habe und wo mir dann auch Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Mein wichtigstes Learning: Wenn sich eine Gelegenheit ergibt, immer machen!

  • Fisch oder Fleisch?

Auch hier kann ich meine Heimat Thüringen nicht verleugnen. Die Thüringer Bratwurst gehört zu mir, genau wie Thüringer Klöße. Inzwischen ist es aber ein bisschen wie beim Guiness in Irland oder dem Pølser in Kopenhagen, so richtig gut schmeckt es nur vor Ort. Ich liebe Matjes-Brötchen oder Backfisch mit Kartoffelsalat nach einem Strandtag in Cuxhaven.